Sehr geehrter Herr Mälzer,
- Seit vielen Jahren verfolge ich Ihre Projekte mit großem Interesse – von Kitchen Impossible über Mälzer gegen Henssler bis hin zu Ihrem neuesten Format, der Herbstresidenz.
Doch gerade dieses neue Projekt betrachte ich mit äußerst kritischen Augen.
- Denn die Realität, mit der Menschen in Pflegeheimen oder mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen täglich konfrontiert sind, sieht völlig anders aus als das, was in solchen Sendungen vermittelt wird.
Ich möchte Ihnen meine eigene Geschichte erzählen, die exemplarisch für viele andere Betroffene steht:
- Vor einigen Jahren hatte ich in Spanien direkt vor meiner Haustür einen schweren Arbeitsunfall.
- Beide Knie wurden vollständig zerstört, und seitdem bin ich schwerbehindert.
Doch das war nur der Anfang meines Leidenswegs:
- Im Februar 2020 erlitt ich zwei schwere Herzinfarkte innerhalb weniger Minuten.
- Wäre meine damalige Nachbarin und Freundin nicht rechtzeitig zur Stelle gewesen, könnte ich Ihnen diesen Brief heute nicht mehr schreiben.
- Ich wurde in die Uniklinik Aachen eingeliefert, wo mir der Chefarzt unmissverständlich erklärte: „Herr Diener, Sie sind ab sofort ein Pflegefall und können nicht mehr in Ihre eigene Wohnung zurück.“
Ein Schock, der mein Leben auf den Kopf stellte.
- Von diesem Moment an begann ein jahrelanger Kampf gegen bürokratischen Wahnsinn und skrupellose Krankenkassen.
Mir wurde ein Berufsbetreuer zugewiesen, der jedoch nicht in meinem Sinne handelte, sondern sich vor allem für den Vermieter die Heinrichs-Gruppe im Kreis Heinsberg (Breberen) einsetzte.
- Plötzlich wurde mir nur noch ein Taschengeld zugewiesen – nach Jahrzehnten harter Arbeit!
- “25€ pro Woche!”
Ich ließ mir das nicht gefallen und entzog dem damaligen Betreuer Dieter Clermont und dem Betreuten Wohnen den Zugriff auf mein Konto.
- Das führte dazu, dass mein damaliger Betreuer mich anschrie: „Was glaubst du eigentlich, wer du bist?“
Ich setzte ihn kurzerhand vor die Tür mit den Worten:
- „In meinem Wohnraum schreit mich niemand an!“
Doch das war nur der Anfang:
- Ich suchte mir eine Wohnung im Heinsberg – Selfkant.
- Zwei schwere Herzinfarkte und eine Niereninsuffizienz ( Niereninfarkt)!
- Ich bin bekannt dafür, dass ich keine halben Sachen mache.
Mit dem Rettungsdienst ging es dann in die Uniklinik Aachen.
Dort wurde mir dann nahegelegt, den Berufsbetreuer namens Axel Lüdtke anzunehmen.
- Dieser Betreuer hat sich dann um die Räumung der Wohnung im Selfkant gekümmert.
- Nach fünf Monaten Krankenhausaufenthalt wurde ich in ein sogenanntes „Pflegeheim“ in verlegt.
Was mich dort erwartete, war unhaltbar:
- Selbst Herr Lüdtke war damals über diese Unterbringung schockiert.
- Abgelaufene Medikamente wurden verabreicht.
- Medikamente wurden auf meine Krankenkassenkarte für andere Patienten beschafft.
- Pflege fand nur alle zwei bis drei Tage statt – trotz Pflegestufe 4.
- Das Personal wurde von der Heimleitung Frau Hackenberg-Werner als „Nutten“ und „Huren“ beschimpft.
- Ich habe aktiv dazu beigetragen, dass dieses Heim letztendlich geschlossen wurde, indem ich die Missstände den Behörden meldete.
Doch anstatt Besserung folgte der nächste Rückschlag:
- Ich wurde nach Nideggen in der Eifel zwangsverlegt.
- Abgesehen davon, hat mich der ehemalige Betreuer Axel Lüdtke belogen und betrogen.
- Es wurde bei der Räumung mein Eigentum verkauft.
- Eine teure Schreibtischanlage.
- Ein antikes Sideboard mit Modellbahnzubehör im Wert von fast 3.000 €.
- Mein Senioren-Scooter im Wert von fast 3.000 Euro.
- Eine neue Küche.
- Ein neuer Waschtrockner der Marke Hoover.
………….
Strafantrag ist gestellt.
Hier ist die Situation ebenfalls katastrophal:
- Die Hausärztin Frau Dr. Wiederkehr ist inkompetent.
- Die zuvor mit meiner Hausärztin besprochenen Vorgehensweisen wurden ignoriert.
Mein Eigentum wird mir vorenthalten – darunter mehrere Gitarren, Verstärker stehen bei allen Temperaturschwankungen in einem Außenlager.

Roland JC 120 in Hambach.
- Ich habe in der Zwischenzeit mit einem ehemaligen Musikerkollegen besprochen, wenn ich wieder in der eigenen Wohnung bin, dass mir ein Sachverständiger mein Eigentum beurteilen muss.
Meine komplette EDV-Anlage, mit der ich als Webdesigner mein eigenes Geld verdienen könnte und dem deutschen Staat zur Last fallen müsste.
Stattdessen werde ich genötigt mit einem 13 Jahre alten Laptop zu Arbeiten!
Zum Beispiel:
www.diener-jakob.de
www.bkf-europa.de
www.musikerboard.com
www.neuesausdeusseldorf.de
www.der-kochcoach.de
www.eisenbahn-freunde.org
Und andere von 10 Webseiten!
Meine persönlichen Gegenstände verschwanden – zuletzt wurden meine Spezial-Spannbettlaken für mein Pflegebett „verschlampt“.
- Die Heimleitung zwang mich, sie von meinem ohnehin mickrigen Taschengeld (160 € pro Monat, nach 40 Jahren Arbeit!) neu zu kaufen.
Zudem war ich im letzten Jahr gezwungen, die Eidesstattliche Versicherung abzugeben.
- Bis heute keine Rückerstattung der ca. 60€!
Die Pflegekräfte und die Küche sind ausgezeichnet, aber die Geschäftsführung der Schuch GmbH handelt nach eigenem Gutdünken, ohne Rücksicht auf die Bewohner.
Herr Mälzer, ich schreibe Ihnen diesen Brief, weil ich hoffe, dass jemand mit Ihrer Reichweite und Ihrem Einfluss sich diesem Thema widmet.
- Für “Mario Barth deckt auf” ist die gesamte Situation nicht groß genug.
Ihre Sendungen sind spannend und unterhaltsam – aber die Realität, die pflegebedürftige Menschen in Deutschland erleben, ist eine ganz andere.
- Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen.
- Vielleicht lässt sich ein Format entwickeln, das die tatsächlichen Probleme in der Pflege thematisiert – und nicht nur eine „Residenz artige“ Illusion zeigt.
Sollte es mir im kommenden Jahr möglich sein, werde ich Ihre Bullerei in Hamburg besuchen – vielleicht treffe ich dann auch Steffen Henssler.
- Mit besten Grüßen
- Jakob Diener
Diese Menschen, die somit anderen Menschen umgehen, vergessen das sie auch mal in eine solche Lage kommen könnten.
Mein Motto ist, behandel den Menschen, sowie ich behandelt werden möchte, nein will.